SETI@Home ist nicht mehr

Die Suche nach außerirdischer Intelligenz in Radiosignalen aus dem Weltraum mit Hilfe eines Freiwilligen-Grids wurde eingestellt.

Zumindest in seiner bisherigen Form gibt es „SETI@Home“ seit dem 15. Dezember nicht mehr. Das 1999 an der University of California at Berkeley gestartete Forschungsprojekt teilte mit, die bislang von Einzelpersonen und Teams ausgewerteten Daten würden zum Endtermin eingefroren und die Ergebnisse ins Netz gestellt.

Durch Verwendung eines speziellen Bildschirmschoners konnte jedermann ungenutzte Rechenleistung seines PCs für SETI@Home zur Verfügung stellen. Dabei kam ordentlich was zusammen – zwei Millionen Jahre akkumulierte CPU-Zeit und mehr als 50 Terabyte bearbeitete Daten. Nach Angaben der Organisatoren war der SETI@Home-Screensaver mehr als fünf Millionen Mal herunter geladen worden.

SETI@Home lebt aber in veränderter Form weiter. Es ist nun ein Teil der Berkeley Open Infrastructure for Network Computing, kurz BOINC. Dieses Open-Source-Projekt basiert auf den gleichen Prinzipien wie das Ur-SETI. Seine neue Client-Software ermöglicht aber auch die Mitarbeit an anderen Forschungsprojekten, etwa aus den Bereichen Klimaveränderung, Astronomie oder Bekämpfung von Krankheiten. (tc)

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