Jetzt aber hat er verspielt.

Nein, gerade wer Gerhard Schröder gegenüber – trotz mancher Kritik an seiner Politik im Detail – einen beachtlichen Grad an Respekt auch deshalb aufgebracht hatte, weil er doch, anders als sein Vorgänger Helmut Kohl, eine gewisse ironische Distanz zu sich selber gewahrt hatte, der muss jetzt angesichts der institutionellen, sachlichen, geschmacklichen und zeitlichen Distanzlosigkeit, mit der dieser Alt-Kanzler sich jetzt ans große Geld wirft, regelrecht entsetzt sein. Schröder hatte immer etwas Spielerisches an sich – von der Cohiba-Zigarre über die Brioni-Anzüge zum Wiener Opernball… Jetzt aber hat er verspielt.

Aus der Zeit: http://www.zeit.de/online/2005/50/schroeder_montagskolumne

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