Google hat eine Sorge – die Stromkosten

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Google hat eine Sorge – die Stromkosten
Ingenieur warnt Unternehmen vor einem Unterschätzen dieses Kostenfaktors

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In einem Artikel in der Zeitschrift ACM (Association for Computing Machinery) Queue warnt Google-Ingenieur Luiz André Barroso Unternehmen vor den oftmals unterschätzten Stromkosten von Servern.

350 Euro pro Gerät

Einstiegsmodell mit rund 200 Watt, zu Spitzenzeiten auch mit einem Verbrauch von 300 Watt, kostet bei einem 24-Stunden-Betrieb und mit 20 Cent pro Kilowattstunde mindestens 350 Euro im Jahr.

Rechner und die Xbox360

Guter Desktop-PCs und aktuelle Spielekonsolen – wie etwa Microsofts Xbox360 würden rund die Hälfte dieses Wertes erreichen. Da bei Google tausende Rechner und Server inBetrieb seien und neben den Stromkosten auch Zusatzaufwendungen etwa für die Klimatisierung der Rechenzentren kommen, ist dies eine große Kostenstelle – die auch der anderen Seite aber auch noch viel Einsparungspotenzial bietet, wie Barroso meint.

Einsparung

Wenn sich die Stromtarife nicht erheblich ändern würden, so haben Unternehmen für die Stromkosten wesentlich mehr zu zahlen, als die Hardware kostet. Eine Möglichkeit die Kosten zu senken sieht der Ingenieur im Einsatz von Server-Prozessoren mit mehreren Kernen. So habe AMD für seinen Doppelkern-Opteron 275 eine 80-prozentige Performance-Steigerung gegenüber seinem Einfachkern-Opteron 248 angegeben. Die Leistungsaufnahme steige jedoch nur um sieben Prozent und bei „pessimistischer Einschätzung“ dass auch der Rest des Systems sieben Prozent mehr Strom fordert, würde sich daraus eine Verbesserung um knapp 70 Prozent ergeben. Barrosos Untersuchung und die Entwicklungen einiger Server-Hersteller, etwa von Sun, lassen erkennen, dass diese Thematik immer wichtige werden wird. Der so genannte ökologisch verantwortliche Rechner-Einsatz – mittlerwiele als Eco Computing bekannt – dürfte in den nächsten Jahren wesentliche Bedeutung erfahren.(red)